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Eine Stiftungs-Professur zur Nachhaltigen Entwicklung richten die Universität des Saarlandes, die Europäische Akademie Otzenhausen sowie die Initiative „Mut zur Nachhaltigkeit“ ein. Sie soll das Thema Nachhaltige Entwicklung fest in der saarländischen Universitätslandschaft verankern.
"Das 'Prinzip der Nachhaltigkeit' wurde erstmals in der Forstwirtschaft formuliert und praktiziert. Es bedeutet, dem Wald nicht mehr zu entnehmen als natürlich wieder nachwächst, um so auch den künftigen Generationen den Reichtum unserer Wälder zu erhalten", so Umweltminister Stefan Mörsdorf. "Es ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit, dieses im Grunde einfache, aber überlebenswichtige Prinzip zur Leitlinie weltweiten Handelns zu machen. Ich danke der Universität des Saarlandes, der Europäische Akademie Otzenhausen sowie der Initiative 'Mut zur Nachhaltigkeit': Mit der Einrichtung der Stiftungsprofessur haben Sie einen beachtlichen Schritt getan, sowohl der Ausbildung unserer Studenten als auch der Forschung neue Impulse für nachhaltige Entwicklung zu geben."
Die Schaffung der Stiftungsprofessur fällt in die Weltdekade 'Bildung für nachhaltige Entwicklung'. Diese wurde von den Vereinten Nationen aus der Erkenntnis heraus ins Leben gerufen, dass der Bildung und Erziehung eine zentrale Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung zukommt.
Die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014 gab für das Saarland einen entscheidenden Anstoß, die traditionelle Umweltbildung thematisch und methodisch weiter zu entwickeln. Die Zukunftsthemen Klimaschutz und Energie, Wachstum und Armut, Konsum und Ressourcenschonung, Globalisierung und Regionalentwicklung werden in ihren komplexen Zusammenhängen gesehen und behandelt. Und sie werden immer mit der Zukunftsperspektive nachhaltiger Verbesserung durch verändertes Handeln gesehen.
Neue Lernmethoden und Aktionsformen stellen die Gestaltungskompetenz in den Vordergrund. Kinder und Jugendliche, die bislang in erster Linie unsere Ansprechpartner sind, lernen die Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und Umweltfolgen kennen, sie verbessern ihre Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, sie erkennen ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten und können bei Entscheidungen mitwirken und mitbestimmen. Sie lernen auch Verantwortung zu übernehmen.
Der saarländische Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung, der erstmals im Mai dieses Jahres zur Mitte der UN-Dekade vorgelegt wurde, bündelt die Projekte und Maßnahmen, die im Saarland auf den Weg gebracht wurden. Er stellt die saarländischen Akteure und Einrichtungen vor und zeigt ihre Zusammenarbeit und Vernetzung. Er soll Mut für neue Projekte machen und zum Mitmachen einladen.
Hintergrund:
Die Initiative 'Mut zur Nachhaltigkeit' möchte die Menschen für die Themen der Nachhaltigkeit sensibilisieren und die Relevanz der eigenen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Durch Informationen und Bildung möchte sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem System Erde bewegen.
Folgende saarländischen Initiativen wurden bisher im Rahmen der Weltdekade von der UNESCO (z. T. bereits mehrfach) ausgezeichnet:
- Grundschule Eiweiler für das Projekt 'Modellschule Bildung für nachhaltige Entwicklung'
- BUND Saar für das Projekt 'Haus der Umwelt'
- BUND Saar für das Projekt 'KunterBUNDmobil' – Lebendiges Verstehen und Lernen auf Rädern
- Schullandheim BiberBurg Berschweiler für das Projekt 'Von der Natur lernen'
- NABU Saarland mit dem Projekt Urwald vor den Toren der Stadt (bereits wiederholt ausgezeichnet)
- Ökologisches Schullandheim Spohns Haus für die Weiterentwicklung des Projektes 'Systemische Verankerung von BNE im Schullandheim mit Dissemination in andere europäische Länder' (erfolgreichste saarländische Einrichtung mit bereits 3 Auszeichnungen)
- Erweiterte Realschule Saarbrücken-Klarenthal für das Projekt 'Öko-Live'
- Initiative Mut zu Nachhaltigkeit der ASKO EUROPA-STIFTUNG, der Stiftung Forum für Verantwortung und der Europäischen Akademie Otzenhausen.
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