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INTERREG IV B - Projekt "C-Change - Changing Climate, Changing Lives (C-Change - Klimawandel, Landschaftswahl)"
Der internationale Lenkungsausschuss des Interreg IV B Programms „Nordwesteuropa“ hat das transnationale Kooperationsprojekt „C-Change – Changing Climate, Changing Lives“ (C-Change – Klimawandel, Landschaftswandel), an dem auch das Saarland beteiligt ist, genehmigt. Ziel ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Klimawandel vor dem Hintergrund der Einstellungen und Verhaltensweisen sowie des konkreten Handelns der Menschen.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf Stadtregionen und ihren ganz spezifischen Potenzialen.
Das Projektvolumen für den saarländischen Projektteil beläuft sich für die Laufzeit 2009-2012 auf rund 490.000 € und wird von der EU mit 50 % bezuschusst.
„Das Verhalten unserer Bürgerinnen und Bürger ist ein wichtiger Faktor bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Bewältigung seiner Folgen“, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. „Daher bildet ein breit angelegter Bürgerbeteilungsprozess zum Thema Klimawandel einen der Kernpunkte des saarländischen Projektteils von „C-Change“. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgern vor Ort Anpassungsstrategien an den Klimawandel und Möglichkeiten zum Wandel von Einstellungen, Verhaltensweisen und des konkreten Handelns der Menschen zu diskutieren und zu entwickeln.“
Neben dem Bürgerbeteiligungsprozess, dessen Aktionen fokussiert in der Landschaft der Industriekultur Nord zwischen Göttelborn und Neunkirchen in enger Abstimmung mit dem Naturschutzgroßprojekt durchgeführt werden, werden im Rahmen des saarländischen Projektteils vorhandene Papiere der Raumplanung und der Freiraumplanung auf ihre „Klimatauglichkeit“ geprüft. Festgestellt werden soll, ob die bestehenden Planungspapiere den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind oder angepasst werden müssen.
Das Projekt befindet sich derzeit in der Startphase und führt eine bereits im Rahmen des EU-Projektes „SAUL“ und des Regionalparks Saar erfolgreich erprobte Kooperation fort.
Im Saarland arbeiten unter Federführung der Landesplanung im Ministerium für Umwelt die Landeshauptstadt Saarbrücken mit dem Amt für Grünanlagen, Forsten und Landwirtschaft sowie die Forstabteilung im Ministerium für Umwelt bei der Umsetzung der Projekte zusammen.
Auf europäischer Ebene sind neben dem Saarland unterschiedliche Akteure aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg und den Niederlanden an der Initiative beteiligt. Die Federführung auf europäischer Ebene liegt bei Groundwork London.
Hintergrund:
INTERREG ist ein Regionalprogramm der Europäischen Union (EU) zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Wesentliches Ziel von INTERREG ist es, die Europäische Integration zu fördern. In der aktuellen Förderperiode (2007-2013) befindet sich INTERREG in der vierten Programmphase. Das Programm wird durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Insgesamt stehen daraus rund 7,75 Mrd. € zur Verfügung.
INTERREG gliedert sich in drei Schwerpunkte:
INTERREG IV A betrifft die grenzübergreifende Zusammenarbeit, insbesondere die Förderung integrierter Regionalentwicklung zwischen Grenzregionen (ca. 5,6 Mrd. €).
INTERREG IV B ist der transnationalen Kooperation in größeren europäischen Teilräumen gewidmet und soll zur harmonischen räumlichen Integration im gesamten Gemeinschaftsgebiet unter besonderer Berücksichtigung der Beitrittsstaaten beitragen (ca. 1,6 Mrd. €).
INTERREG IV C zielt auf die Stärkung der interregionalen Zusammenarbeit zwecks Entwicklung von Regionen mit Entwicklungsrückstand (ca. 0,4 Mrd. €).
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