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Verbraucherschutzminister Prof. Dr. Gerhard Vigener rät zu besonderer Vorsicht beim Verzehr von Salatmischungen und Wildkräutern.
Nach dem Fund von giftigem Jacobs-Kreuzkraut in Rucola-Salat in einem Plus-Supermarkt in Hannover, weist der saarländische Verbraucherschutzminister Prof. Dr. Gerhard Vigener vorsorglich darauf hin, Salat- und Wildkräutermischungen vor dem Verzehr genau zu inspizieren.
„Die betroffenen Rucola-Chargen wurden vorsorglich bundesweit direkt aus dem Verkehr gezogen und die Märkte seitdem auch nicht mehr mit neuer Ware beliefert. Dennoch sollten Verbraucher schon beim Waschen der Grünpflanzen genauer hinsehen und unbekannte Pflanzenteile entfernen. Sollte ihnen bei Salaten oder Kräutern ein untypischer Geschmack auffallen, ist vom weiteren Verzehr abzuraten. Aufschluss darüber, ob es sich um Jacobs-Kreuzkraut handelt, könnte auch der Eigengeruch der Pflanze geben. Die zerriebenen Blätter riechen unangenehm", so Minister Vigener.
Der Minister weiter: „Jakobskreuzkraut enthält Pyrrolizidinalkaloide, die bei Mensch und Tier lebensbedrohliche Leberschäden verursachen können. Unsere Lebensmittelkontrolleure führen derzeit verstärkt Kontrollen (Großmarkt, Wochenmärkte, Importeure von Obst und Gemüse, Einzelhandel pp.) durch und nehmen falls erforderlich Proben. Insbesondere könnten Salatmischungen mit Rucola, Wildkräuter- und sonstige Salatmischungen (z. B. mit Frisee- oder Feldsalat) betroffen sein."
Minister Vigener weist darauf hin, dass die Giftberatungsstelle des Informations- und Behandlungszentrums für Vergiftungsgefahr des Universitätsklinikums des Saarlandes (kostenlos für den Anrufer) jederzeit Auskunft zu akuten Vergiftungsfragen erteilt. Notruf: 06841 19240
Hintergrund:
Jacobs-Kreuzkraut gehört zur Pflanzengattung der Greiskräuter. Im ersten Jahr bildet die Pflanze Rosettenblätter, im späteren Stadium Stängelblätter. Rosettenblätter sind bis fast zur Mittelader fiederschnittig und schmale gezähnte Blattspitzen stehen fast senkrecht ab oder sind nach vorne gerichtet. Die Stängelblätter sind an der Basis mit mehreren vielteiligen Spitzen rechtwinklig abstehend und fiederteilig. Das Kraut blüht ab Juni bis Oktober und wird zwischen 30 und 100 cm hoch. Es wird oftmals auch mit Löwenzahn verwechselt. In der Blütezeit ähnelt es der Kamille, nur sind die Blüten nicht weiß sondern gelb und riechen leicht süßlich. Der Stängel ist kräftig und hat häufig eine rote Verfärbung im unteren Bereich. Die gesamte Pflanze ist giftig.
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