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Zehn Projektpartner dies- und jenseits der deutsch-französischen Grenze erarbeiten mit dem Ministerium für Umwelt des Saarlandes eine grenzüberschreitende Entwicklungsperspektive für die zentrale Freiraumachse der Agglomeration Saar-Moselle-Est. Die EU fördert dieses Projekt mit ca. 163.000 Euro.
Am 26. Juni 2009 ging dem Ministerium für Umwelt des Saarlandes der Bescheid der Verwaltungsbehörde des Programms INTERREG IV A „Großregion“ 2007-2013 zur Bewilligung eines EFRE-Zuschusses in Höhe von 163.519 Euro zu. Damit wird das Projekt „Das Blaue Band – Die Saarachse als Impulsgeber für eine Neuorientierung der grenzüberschreitenden Agglomeration“ zu 50% durch die Europäische Union gefördert.
Deutsche und französische Kommunen und Kommunalverbände entlang der Saar von Sarralbe bis Völklingen (la Ville de Sarralbe, la Communauté d’agglomération Sarreguemines Confluences, die Gemeinde Kleinblittersdorf, die Landeshauptstadt Saarbrücken, die Stadt Völklingen, der Regionalverband Saarbrücken), die RAG Montan Immobilien GmbH, der Verein Zukunft SaarMoselle Avenir und das AZB Burbach gGmbH werden in den nächsten zwölf Monaten unter der Federführung des Ministeriums für Umwelt ein Konzept zur Entwicklung der zentralen Freiraum- und Siedlungsachse der saarländisch-lothringischen Stadtregion entlang der Saar erstellen. Dieses Projekt knüpft an das Konzept des „Regionalpark Saar“ (www.regionalpark.saarland.de) an, das zwei zentrale Freiraumachsen im Verdichtungsraum Saar identifiziert: die Saarachse als das blaue Rückgrat und die Waldachse als das grüne Rückgrat der Stadtregion. Während die Waldachse mit dem Saarkohlenwald und dem Warndt bereits Gegenstand in vorangegangenen
INTERREG-Projekten war, soll nun eine regionale, grenzüberschreitende Entwicklungsstrategie für das blaue Rückgrat der Stadtregion erstellt werden.
Europaweit orientieren sich Städte wieder zum Fluss, rücken die urbanen Wasserlagen ins Zentrum planerischer Aktivitäten. Dies gilt auch für die Anrainerstädte an der Saar, beispielsweise Projekte entlang der Saar in Sarreguemines, oder das geplante Saarbrücker Projekt „Stadtmitte am Fluss“. Bisher fehlen jedoch gemeinsame Entwicklungsperspektiven für diesen Raum. Die Saar wirkt nicht identitätsstiftend für die Menschen in der grenzüberschreitenden Region. Doch der Raum Saar-Moselle-Est bietet mit seiner vielfältigen naturräumlichen Ausstattung und mit seinem besonderen industriellen Erbe sehr gute Ausgangspunkte für Freizeitgestaltung und Erholung.
Ziel des Projektes „Das Blaue Band“ ist es unterschiedlichste Maßnahmen des Städtebaus, der Freiraumplanung, des Naturschutzes und des Tourismus sowie der Beschäftigungspolitik unter einem gemeinsamen Leitbild zu vereinen. Die urbane Entwicklung soll sich wieder mehr dem Fluss zuwenden: Flussaue, Ufer und Zuläufe sollen aufgewertet und zukunftsfähig werden. Gleichzeitig sollen die angrenzenden Stadtteile und Freiräume intensiv mit der Saarachse verknüpft werden. In die Überlegungen sind sowohl die großen Freiraumpotenziale nicht mehr benötigter (alt-)industrieller Flächen oder Bergbaustandorte im Saartal als auch Großvorhaben wie das Saarbrücker Leitprojekt „Stadtmitte am Fluss“ einzubeziehen.
Dazu soll eine grenzüberschreitende Entwicklungsstrategie („Raumvision“) mit Handlungskonzept (Masterplan) für die Freiraumachse der Saar zwischen Sarralbe und Völklingen erarbeitet werden. Der Masterplan wird den Rahmen vorgeben, in dem
– in der nachfolgenden zweiten Projektphase – konkrete Maßnahmen und Aktionen realisiert werden. Der Masterplan bildet damit die Grundlage für einen Folgeantrag, der die konkrete Umsetzung von Maßnahmen und Projekten zum Ziel hat, und der bereits in der ersten Phase von den beteiligten Projektpartnern gemeinsam erarbeitet und eingereicht wird.
Ein wichtiger Aspekt des Projektes ist die Förderung einer gemeinsamen Identität, die sich nicht auf nationale Zugehörigkeit beschränkt, sondern sich auf den grenzüberschreitenden Raum des „Blauen Bandes“ der Saar bezieht.
Die Projektpartnerschaft nutzt bestehende Kooperationen (z.B.: Zukunft SaarMoselle Avenir, Eurodistrikt, Metropolregion) und entwickelt sie weiter. Der Masterplan und die sich hieraus ergebenden Projekte machen diese Kooperationen nach außen hin für die Bevölkerung der Region sichtbar.
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