ENDLICH WIRD'S LÄNDLICH REGIONAL-
ENTWICKLUNG
ANGEBOTE
IM SAARLAND
TERMINE PRESSE AKTUELLES
Saarländlich.
Link zum Marktplatz
Riskant gefärbter Süßkram für Kinder und Allergiker    
Umweltministerin Peter eröffnet dritten Bio-Erlebnismarkt in Saarlouis
Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 10.09.2010 ...mehr

Genussvolle Herbsterlebnisse im Naturpark Saar-Hunsrück neues Herbst-Programm 2010 erschienen
Pressemitteilung aus dem Naturpark Saar-Hunsrück vom 2.9.2010 ...mehr

Tag der Biodiversität im Naturpark - Vielfalt erleben in der Großregion
Pressemitteilung aus dem Naturpark Saar-Hunsrück vom 2.9.2010 ...mehr

Klimafreundlich mit dem Rad zum "Klimacafé" auf dem Umwelt- und Friedenstag in Homburg
Pressemitteilung der Verbraucherzentrale vom 7.9.2010 ...mehr

Kostenlose Pilzberatung im Naturpark
Infotelefon der Beratungsstelle während der Beratungszeiten: 06872/9212-62 ...mehr

Saisonkalender - Heimisches Obst und Gemüse
Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Saarland vom 2.6.2010 ...mehr

Archiv aller Beiträge
Im Archiv können Sie alle unter "Aktuelles" erschienenen Beiträge nachlesen. ...mehr

 

Verbraucherzentrale fordert Verbot von Azofarbstoffen in Lebensmitteln

Saarbrücken, den 8.12.2009. Ob Geleefrüchte, Zuckerstreusel oder Limonaden: knallbunt gefärbt, sprechen sie besonders Kinder an. Die Süßwaren und -getränke enthalten aber häufig gesundheitlich riskante Azofarbstoffe wie Tartrazin oder Azorubin. Die synthetischen Zusatzstoffe, die sich hinter E-Nummern verbergen, gelten nicht nur als Allergie auslösend. Sie stehen auch im Verdacht, die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern zu beeinträchtigen. Anstatt Azofarbstoffe für Lebensmittel zu verbieten, schreibt die EU ab Juli 2010 für betroffene Produkte lediglich einen unscheinbaren Warnhinweis auf den Verpackungen vor. Verbraucher sollten beim vorweihnachtlichen Einkauf von Süßwaren und Backdekor die Zutatenlisten kritisch prüfen. Die Verbraucherzentrale des Saarlandes empfiehlt unbedenkliche Alternativen, die mit Frucht- und Pflanzenkonzentraten gefärbt sind, oder Bioprodukte, die generell keine künstlichen Farbstoffe enthalten. Außerdem hilft der Ratgeber „Was bedeuten die E-Nummern“ beim Aufspüren aller bedenklichen Zusatzstoffe in der Zutatenliste.

Die Azofarbstoffe Tartrazin (E 102), Gelborange (E110), Azorubin (E 122), Cochenillerot (E 124a), Allurarot (E129) und der Farbstoff Chinolingelb (E 104) können bei entsprechend veranlagten Menschen so genannte Pseudoallergien, wie Nesselsucht, Asthma oder Hautödeme, auslösen. Chinolingelb gilt zusätzlich als tumorfördernd und ist in den USA verboten. Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde(EFSA) hat in einer aktuellen Neubewertung bei einigen Azofarbstoffen aufgrund verschiedener gesundheitlicher Bedenken die täglich duldbare Aufnahmemenge (ADI) herabgesetzt.
Ergebnisse einer Studie der Universität Southampton weisen auch darauf hin, dass ein Gemisch aus Azofarbstoffen oder Chinolingelb und dem Konservierungsstoff Benzoesäure (E 210) Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite bei Kindern fördern könnte. Die neue EU-Verordnung über Lebensmittelzusatzstoffe schreibt ab 20. Juli 2010 einen Warnhinweis auf den Verpackungen für alle Lebensmittel mit Azofarbstoffen vor. Dieser muss neben der Bezeichnung des Farbstoffes lauten: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“.

„Die unscheinbare Warnung im Kleingedruckten ist schon deshalb ungenügend, weil viele Kinder sich ihren Süßkram selbst kaufen“, beanstandet Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale des Saarlandes: „Wir fordern ein Verbot von Azofarbstoffen und Chinolingelb in Lebensmitteln“.

Wer beim Einkauf von bunten Weihnachtssüßigkeiten oder Backdekor bedenkliche Azofarbstoffe vermeiden will, sollte die Zutatenlisten kritisch prüfen und mit Frucht- und Pflanzenkonzentraten gefärbte Alternativen wählen. Hier steigt das Angebot, denn so mancher Hersteller scheint auf die Änderung der Kennzeichnungsvorschriften mit einer Umstellung der Rezeptur zu reagieren. Bioprodukte dürfen nach den Vorschriften der EU-Öko-Verordnung generell keine künstlichen Farbstoffe enthalten.

Ergänzende Informationen für Verbraucher:

Der Ratgeber „Was bedeuten die E-Nummern?“ ist zum Abholpreis von 4,90 € in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erhältlich. Für zusätzlich 2,50 € bei Einzelversand, also für insgesamt 7,40 €, kommt er – mit Rechnung – auch ins Haus.


Pressekontakt zu dieser Meldung:

Barbara Schroeter, Tel: 0681/ 5 00 89 - 25
oder
Eva-Maria Loch, Tel: 0681/ 5 00 89 - 14
































































































  Aktuelles