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Das Jahr 2010 ist das von der UNO ausgerufene Jahr der Biodiversität. Die alarmierenden Zahlen nehmen nicht ab: Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Zahl der Arten weltweit in den vergangenen dreißig Jahren um rund 40 Prozent zurückgegangen ist. Die Nationalen Naturlandschaften, zu denen auch das Biosphärenreservat Bliesgau gehört, sind die Gebiete mit der größten biologischen Vielfalt in Deutschland und damit für deren Erhaltung von größter Bedeutung. Die ausgedehnten Buchenwälder, Halbtrockenrasen, Salbei-Glatthaferwiesen, Streuobstwiesen oder Auen der Blies beheimaten eine Vielzahl an seltenen Pflanzen und Tieren.
Ein Fortschreiten des Artenverlusts bedroht die Vielfalt unserer Kultur- und Naturlandschaften und nicht zuletzt den Menschen in seiner gesamten Lebensqualität. Als Bewahrer dieser biologischen Vielfalt in Deutschland kommt auch dem Biosphärenreservat Bliesgau eine verantwortungsvolle Aufgabe zu.
Nehmen wir als Beispiel die Vogelwelt im Bliesgau. Die kleinparzellierte Landschaft an der Blies ist Lebensraum für inzwischen selten gewordene Arten wie Halsbandschnäpper, Heidelerche, Mittelspecht, Neuntöter und Rotmilan. Vom Steinkauz brüten im Bliesgau drei Viertel des gesamten saarländischen Bestandes. Der vom Aussterben bedrohte Rotkopf-würger hat hier eines seiner letzten Vorkommen. Selbst eigentlich häufige Arten, wie die Feldlerche, verschwinden zunehmend.
Alle wissen, dass in erster Linie die Veränderung der Lebensräume zu diesem Artenschwund beigetragen hat. Im Jahr der „Biologischen Vielfalt“ sind deshalb alle aufgerufen, eine Verhaltensänderung des Menschen zu bedenken und herbeizuführen.
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