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Die Globalisierung unserer Märkte und der gesteigerte Konkurrenzdruck unter den Anbietern führen zu immer komplizierteren Märkten, in dem sich zu-nehmend auch unseriöse Anbieter breit machen. Das stellte die Verbraucher-zentrale des Saarlandes e. V. im Jahr 2009 fest.
Insgesamt konnten auch 2009 die Beratungszahlen weiter gesteigert werden.
Fast 80.000 Verbraucher wurden erreicht, davon wandten sich die meisten mit ihren Fragen und Problemen von sich aus an die Beratungsstellen, das spricht für den großen Bekanntheitsgrad der Verbraucherzentrale. Der Telefonanruf macht den größten Teil der Kontaktaufnahme aus. Eine gute Erreichbarkeit ist deshalb von besonderer Bedeutung, hier arbeitet die Verbraucherzentrale weiter an einer Verbesserung. Schwerpunkte der persönlichen Beratung bleiben weiterhin die rechtlichen Verbraucherthemen, vor allem die, bei denen es um Geld geht. Dabei entlastet die Verbraucherzentrale auch die Landeskasse in erheblichem Maße, weil durch die außergerichtliche Klärung oftmals auf die Inanspruchnahme der Rechts-beratungshilfe verzichtet werden kann.
Die Telekommunikationsbranche fiel 2009 besonders auf, sei es durch Probleme bei einem Wechsel des Telefonanbieters oder bei Abrechnungs-fragen. Eine deutliche Zunahme an Beratungsbedarf lag auch im Bereich des Datenschutzes und der unerwünschten Telefonwerbung. Der Missbrauch von Verbraucherdaten führte vor allem zu unerwünschten Kontaktaufnahmen, aber auch unberechtigten Abbuchungen. Insbesondere Glücksspiel-gesellschaften belästigten Verbraucher mit bis zu 30 Telefonanrufen täglich und verunsichern dabei gerade ältere Menschen.
In den präventiven Verbraucherthemen, wie Ernährung und Umweltschutz, arbeitet die Verbraucherzentrale überwiegend aktionsorientiert.
Dem Thema Klimaschutz hat sich die Verbraucherzentrale 2009 mit dem bereits 2008 eingerichteten Klima-Team verstärkt gewidmet. Während die Energieberatung mit ihren Angeboten schon seit 30 Jahren die CO2-Einsparung fördert, ergänzen jetzt Aufklärungskampagnen über eine umweltschonende Mobilität bis hin zum CO2-sparenden Lebensmitteleinkauf die Beratung. Auch bei diesen Themen kann man ein gesteigertes Interesse der Verbraucher erkennen.
Im Ernährungsbereich gab es heftige Diskussionen mit der Lebensmittelindustrie über die richtige Kennzeichnung von Lebensmitteln. Erfährt der Verbraucher tatsächlich immer, wie die Produkte sich zusammensetzen? Wo Käse vermutet wird, ist nicht immer auch Käse drin und ob ein Lebensmittel einen geeigneten Nährwert besitzt, ist mitunter nur nach Einsatz der eigenen mathematischen Kenntnisse ersichtlich.
Das politische Geschehen wurde im Jahr 2009 von drei Wahlkämpfen bestimmt. Mit einem neuen Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz hat die Verbraucherpolitik einen besonderen Stellenwert bekommen, der dem Verbraucherschutz im Saarland weiter Auftrieb geben kann.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Download Jahresbericht 2009 (pdf 1,77 MB)
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