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Saarländisches Fleisch
Aushängeschild der Genussregion
   
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Internet-Voting "Naturwunder": Die schönsten Wälder Deutschlands stehen zur Wahl
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Der globalisierte Markt - Herausforderung für Verbraucher und Verbraucherzentrale
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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Aus der Region - Für die Region. Vermarktungschancen für die Landwirtschaft im Saarland" des saarländischen Wirtschaftsministeriums und des Bauernverbandes Saar fand am 15. Juli eine Diskussionsveranstaltung unter dem Titel "Saarländisches Fleisch - Aushängeschild der Genussregion" auf dem Trautzberger Hof in Freisen statt. Auf dem Podium nahmen Platz: Georg Lehmann, Betriebsleiter auf dem Trautzberger Hof, Cliff Hämmerle, saarländischer Spitzenkoch und Gastronom, Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Saarland, Barbara Schroeter, Verbraucherzentrale Saarland sowie der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Christoph Hartmann. Die Moderation war bei Christian Otterbach (saarländischer Rundfunk) in guten Händen.



Auf dem Podium (von links):
Christian Otterbach, Dr. Christoph Hartmann,
Cliff Hämmerle, Barbara Schroeter



Saarländisches Rindfleisch genießt über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf aufgrund seiner vorzüglichen Qualität. Das bezeugte nicht nur Spitzenkoch Cliff Hämmerle, dessen kulinarische Interpretationen saarländischer Lebensart unter anderem mit der Auszeichnung "Koch des Jahres 2009" von regioGuide honoriert worden waren. Auch die Geschäftsführerin der Tourismuszentrale, Birgit Grauvogel, konnte bestätigen, dass die saarländische Küche ein durchaus ernstzunehmendes Alleinstellungsmerkmal für den Fremdenverkehrsstandort Saarland darstellt.

Beeindruckend waren die Erläuterungen des Betriebsleiters Georg Lehmann zum Aufbau und zur Unterhaltung des Trautzberger Hofes, die mit einer Führung über das Betriebsgelände dokumentiert wurden. Trotzdem ist aus seiner Sicht nicht alles rosig im Bezug auf die saarländische Fleischerzeugung: hohe Kosten und zu wenige einheimische Weiterverarbeitungsbetriebe machen das Geschäft mit dem Rind hierzulande schwierig.



Hofführung - Mitte: Wirtschaftsminister Dr. Hartmann im Gespräch mit Betriebsleiter Georg Lehmann



Minister Dr. Hartmann stellte nicht nur die Frage, wie zukünftig saarländische Identität, hohe Erzeugerqualität und regional Entwicklung als Gesamtpaket gewinnbringend vermarktet werden können, sondern stellte zudem die Unterstützung seines Hauses in Aussicht. Beschaffung und Transport importierter Lebensmittel verbrauchen viel Energie und belasten die Umwelt. Regionale Urproduktion sichert Arbeitsplätze in Verarbeitung und Dienstleistung im Saarland und eine intakte Landwirtschaft garantiert eine gepflegte Kulturlandschaft - ein Plus für den Tourismus und jeden einzelnen Saarländer. Es sei nun zu überlegen, wie man gemeinsam die erfolgreiche Vermarktung qualitätvoller saarländischer Produkte umsetzen könne.

Frau Schroeter erläuterte die Verbrauchersicht, aus der ein höherer Preis für eine höhere Qualität durchaus gerechtfertigt erscheine und auch in Kauf genommen werde. Das Problem der Vermarktung regionaler Lebensmittel im Saarland sei demnach weniger ein preisliches als vielmehr ein kommunikatives und kreatives. Saarländische Produkte müssen sich auf dem Markt einzigartig absetzen, unbesetzte Nischen erobern und offensiv beworben werden. Rindfleisch sei typischerweise im Winterhalbjahr am besten abzusetzen - aber gerade im Saarland biete sich hier Potential in der Grillsaison. Ebenso seien auch die Möglichkeiten im Hinblick auf "Shop-in-Shop"-Lösungen noch lange nicht ausgeschöpft.


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