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Regionale Lebensmittel | ![]() |
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Mittlerweile finden sich auch in den Supermärkten immer häufiger regionale Lebensmittel ein und auch Verbraucher, die nicht zur üblichen Bio-Clientel gehören, nehmen gerne Regionalprodukte an, wenn sie erreichbar angeboten werden. Dabei spielt das Lokalkolorit und ein gewisser folkloristischer Charme zwar sicherlich auch eine Rolle bei der Produktwahl, aber wesentlicher ist der Wunsch nach Transparenz und Verbrauchersicherheit. Das Lammfleisch aus Neuseeland ist für den Kunden ein anonymes Lebensmitteprodukt mit weitgehend unklaren Produktions-, Transport- und Vertriebswegen; dem steht das Lokalprodukt mit mutmaßlich erkennbarem Hintergrund gegenüber. Aber wie zuverlässig ist das vermeintliche Prädikat "regional"? Bislang gibt es nämlich keine verbindlichen Kriterien oder gesetzliche Normen, nach denen Lebensmittel als Regionalprodukte gelten dürfen. Der kritisch nachfragende Verbraucher wird wissen wollen, ob beispielsweise im "regionalen Apfelsaft" auch zu 100% Obst aus regionalem Anbau drin ist oder ob womöglich auf dem Großmarkt eingekaufte Äpfel mit einem Alibi-Anteil Lokalobst lediglich regional verarbeitet und vermarktet wurden. Für den Verbraucher wäre es sinnvoll, wenn regionale Lebensmittel nur dann als solche gekennzeichnet werden dürften, wenn...
Transparenz und Verbrauchersicherheit ist die eine Seite, aber wie steht es um regionale Lebensmittel im ökologischen Vergleich? Abgesehen von der selbstverständlichen Einhaltung gesetzlicher Lebensmittelnormen zeichnen sich regionale Lebensmittel häufig - wenn auch nicht zwingend - durch einen deutlich reduzierten Schadstoff- und Pestizid-Anteil aus. Oftmals wird gentechnikfrei und nach Bio-Kriterien produziert; entsprechende Qualitätsstandards und Zusatzkriterien sind gegebenenfalls durch entsprechende Labels gekennzeichnet. Auch in der Energiebilanz können sich kurze Transportwege positiv auf den Klimaschutz auswirken: neuseeländisches Lamm legt eine Strecke von 18.000 Kilometern zurück, das regionale Pendant reist vielleicht nur 100 Kilometer weit. Voraussetzung für eine gute Energiebilanz ist aber eine besser ausgebaute Infrastruktur zur Herstellung und Vermarktung regionaler Lebensmittel, denn der individuelle PKW-Einkauf beim Hofladen ist da eher kontraproduktiv. Initiativen und Fördermaßnahmen der Länder, des Bundes und der EU zur
Regionalentwicklung und zur Stärkung der ländlichen Wirtschaft zielen genau auf diesen regionalen
Vernetzungsaspekt. Die LEADER-Initiative der Europäischen Union fördert beispielsweise ausgewählte
Regionen in ihren Bemühungen um den
Aufbau lokaler Wirtschaftskreisläufe. Im Saarland profitieren drei
Regionen von dieser Strukturförderung: der
Bliesgau, der
Warndt und das Sehen Sie auch unsere Umfrage zum Thema! Anbieter regionaler Lebensmittel finden Sie in unserer Anbieterdatenbank
Gutes aus der Region
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