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Regionale Lebensmittel    
Gerlfanger Bärlauchtage 2010
Förderverein Naturparkdorf Gerlfangen e. V. lädt ein ...mehr

Freiwillige gesucht: Bäume pflanzen für den Klimaschutz
Pressemitteilung aus dem Biosphärenreservat Bliesgau vom 26.2.2010 ...mehr

"Freiwilliges Ökologisches Jahr" im Biosphärenreservat Bliesgau/ TeilnehmerIn gesucht
Der Biosphärenzweckverband Bliesgau, eine von 27 Einsatzstellen im Saarland sucht 2010 zum zweiten Mal eine/n Teilnehmer/in am FÖJ. ...mehr

Umweltministerin Peter: Die Neuorientierung der saarländischen Umweltpolitik ist eingeleitet
Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 17.02.2010 ...mehr

Informationsgespräch zum NATURA 2000-Gebiet Renglischberg
Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 11.02.2010 ...mehr

Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2009 liegen vor
Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 04.02.10 ...mehr

Regionale Konzepte zum Ausbau der Bioenergieerzeugung aus Holz
Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 25.01.2010 ...mehr

Naturparke grenzenlos
Neue Reisebroschüre 2010 ...mehr

Archiv aller Beiträge
Im Archiv können Sie alle unter "Aktuelles" erschienenen Beiträge nachlesen. ...mehr

REGIONEN
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Mittlerweile finden sich auch in den Supermärkten immer häufiger regionale Lebensmittel ein und auch Verbraucher, die nicht zur üblichen Bio-Clientel gehören, nehmen gerne Regionalprodukte an, wenn sie erreichbar angeboten werden. Dabei spielt das Lokalkolorit und ein gewisser folkloristischer Charme zwar sicherlich auch eine Rolle bei der Produktwahl, aber wesentlicher ist der Wunsch nach Transparenz und Verbrauchersicherheit. Das Lammfleisch aus Neuseeland ist für den Kunden ein anonymes Lebensmitteprodukt mit weitgehend unklaren Produktions-, Transport- und Vertriebswegen; dem steht das Lokalprodukt mit mutmaßlich erkennbarem Hintergrund gegenüber.

Aber wie zuverlässig ist das vermeintliche Prädikat "regional"? Bislang gibt es nämlich keine verbindlichen Kriterien oder gesetzliche Normen, nach denen Lebensmittel als Regionalprodukte gelten dürfen. Der kritisch nachfragende Verbraucher wird wissen wollen, ob beispielsweise im "regionalen Apfelsaft" auch zu 100% Obst aus regionalem Anbau drin ist oder ob womöglich auf dem Großmarkt eingekaufte Äpfel mit einem Alibi-Anteil Lokalobst lediglich regional verarbeitet und vermarktet wurden. Für den Verbraucher wäre es sinnvoll, wenn regionale Lebensmittel nur dann als solche gekennzeichnet werden dürften, wenn...

  • Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung in einem
    abgegrenzten geographischen und eindeutig
    benannten Gebiet erfolgen,
  • Komponenten und Zutaten des Produktes in deutlich
    überwiegenden Umfang in der genannten Region
    erzeugt, verarbeitet und hergestellt werden,
  • Eine klare Abgrenzung von Produkten ersichtlich ist,
    die lediglich den Anschein regionaler Herkunft erwecken
    oder nach regionaler (traditioneller) Rezeptur
    hergestellt wurden (Schwarzwälder Schinken,
    Frankfurter Würstchen...).

Transparenz und Verbrauchersicherheit ist die eine Seite, aber wie steht es um regionale Lebensmittel im ökologischen Vergleich?

Abgesehen von der selbstverständlichen Einhaltung gesetzlicher Lebensmittelnormen zeichnen sich regionale Lebensmittel häufig - wenn auch nicht zwingend - durch einen deutlich reduzierten Schadstoff- und Pestizid-Anteil aus. Oftmals wird gentechnikfrei und nach Bio-Kriterien produziert; entsprechende Qualitätsstandards und Zusatzkriterien sind gegebenenfalls durch entsprechende Labels gekennzeichnet. Auch in der Energiebilanz können sich kurze Transportwege positiv auf den Klimaschutz auswirken: neuseeländisches Lamm legt eine Strecke von 18.000 Kilometern zurück, das regionale Pendant reist vielleicht nur 100 Kilometer weit. Voraussetzung für eine gute Energiebilanz ist aber eine besser ausgebaute Infrastruktur zur Herstellung und Vermarktung regionaler Lebensmittel, denn der individuelle PKW-Einkauf beim Hofladen ist da eher kontraproduktiv.

Initiativen und Fördermaßnahmen der Länder, des Bundes und der EU zur Regionalentwicklung und zur Stärkung der ländlichen Wirtschaft zielen genau auf diesen regionalen Vernetzungsaspekt. Die LEADER-Initiative der Europäischen Union fördert beispielsweise ausgewählte Regionen in ihren Bemühungen um den Aufbau lokaler Wirtschaftskreisläufe. Im Saarland profitieren drei Regionen von dieser Strukturförderung: der Bliesgau, der Warndt und das
St. Wendeler Land. Der Auf- und Ausbau lokaler Wertschöpfungsketten hat hier bereits zu bemerkenswerten Zwischenerfolgen geführt - was letztlich dem Verbraucher als Konsumenten regionaler Lebensmittel zu Gute kommt.


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