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Forderung: "Mehr saarländisches Gemüse in saarländische Supermärkte"    
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Am 18. August fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe des saarländischen Wirtschaftsministeriums und des Bauernverbandes Saar "Aus der Region - Für die Region" eine Podiumsdiskussion zum Thema "Mehr saarländisches Gemüse in saarländische Supermärkte" statt. Gastgeber war diesmal die "Lisdorfer Frischgemüse Handelsgesellschaft" und deren Geschäftsführer Klemens Morguet, als Podiumsgäste standen daneben der saarländische Wirtschaftsminister Dr. Hartmann, der Lisdorfer Gemüseerzeuger Erwin Faust und der Chefeinkäufer von Globus Hans-Jürgen Kirsch Rede und Antwort.

Wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungen der Reihe zu den Themen "Milcherzeugung", Saarländisches Fleisch" und "regionales Getreide" stand auch diesmal der Wunsch der Anwesenden im Vordergrund, regionale Agrarprodukte stärker ins Bewusstsein der Verbraucher zu bringen und die Vermarktungsmöglichkeiten in der Region auszuweiten. In diesem Ansinnen sind sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammen mit den Verbrauchern offenbar einig, allein es scheint an Möglichkeiten zur konsequenten Umsetzung zu mangeln und wo diese gegeben sind, werden sie oftmals durch äußere Sachzwänge torpediert. So ist es den Lisdorfer Gemüseerzeugern beispielsweise kaum zu vermitteln, warum die Forderung nach einer Produktionssteigerung in der regionalen Landwirtschaft im Gegenzug durch die Ausweisung des Lisdorfer Berges als Industriegebiet so nachhaltig erschwert werden soll.

Auch die Preisgestaltung ist ein eher unangenehmes Thema bei saarländischem Gemüse, was etliche Diskussionsbeiträge während der Veranstaltung gezeigt haben. Von Erzeugerseite wird bemängelt, dass der Handel Einkaufspreise ansetzt, die an außerregionale Gepflogenheiten angelehnt sind. So können z.B. Pfälzer Gemüsebauern durch größere Anbauflächen und ertragreichere Böden ihre Ware billiger anbieten als ihre weniger begünstigten saarländischen Kollegen. Aber auch um der Qualität saarländischer Produkte willen (besondere Frische sowie Klima- und Umweltschonung durch kurze Wege) sei ein höherer Preis regionaler Erzeugnisse absolut zu vertreten. Aus Verbrauchersicht darf bestätigt werden, dass ein Mehrpreis bei einem Qualitätsvorsprung gerne in Kauf genommen wird. Insofern dürfen Mehrkosten nicht alleine zu Lasten der Erzeuger gehen, sondern müssen sinnvoll zwischen Erzeugern, Handel und Endverbraucher aufgeteilt werden, damit die höhere Qualität sich auch zukünftig gewährleisten lässt. Es ist darüber hinaus auch zu überlegen, ob höhere Kosten sich nicht auch durch eine besser abgestimmte Logistik vermeiden lassen.

Saarländisches Gemüse deckt im Durchschnitt zu 20 Prozent den heimischen Markt ab. Eine 100prozentige Selbstversorgung ist zwar laut dem Geschäftsführer des Bauernverbandes Saar e.V., Hans Lauer, nicht erreichbar, aber eine Steigerung des Marktanteils sei möglich und machbar.

In einem kleinen Flächenland wie dem Saarland können landesweite Maßnahmen nur erfolgreich sein, wenn alle daran Beteiligten an einem Strang ziehen und den sicher notwendigen Gesprächen auch Taten folgen lassen. In diesem Sinne kann eine bessere Vermarktung saarländischer Agrarprodukte nur dann gelingen, wenn der Einzelhandel das will, die Politik die Rahmenbedingungen steckt und die regionalen Erzeuger nicht unter dem Druck des Marktes zusammenbrechen.


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