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LEADER-Region Warndt - Im Warndt tut sich was |
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Der Warndt ist eigentlich eine binationale Region: rund ein Drittel der
Fläche ist französisch und zwei Drittel liegen im Südwesten des Saarlandes. Wie vielleicht
keine andere Region spiegelt der Warndt die Widersprüchlichkeit des Saarlandes und der
Große Anteile der Fläche des Warndt sind als Schutzgebiete im Sinne des Naturschutzes ausgewiesen. Hornissen, Amphibien und Fledermäuse haben in den naturnahen Landschaftsschutzbereichen ihren Lebensraum. Die Ruthenstücker, ein Schilfgebiet in der Rosselaue ist sogar als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Neben dem Naturschutz wird aber auch die Kulturlandschaftspflege im Warndt großgeschrieben. So werden bestehende Weideflächen beispielsweise durch die Haltung von Glanrindern in Ludweiler oder durch eine Wanderschäferei freigehalten. Der Riesenbärenklau, ein aus Nordostasien stammender Neophyt, der sich sonst in ganz Mitteleuropa aggressiv ausbreitet und heimische Pflanzen verdrängt, hat bei dieser Art von Beweidung keine Chance. Streuobstwiesen gehören auch hier wie in anderen saarländischen Regionen zum typischen Erscheinungsbild. Sie gehören zu den Kulturlandschaften mit dem größten Artenreichtum. Leider sind in den letzten Jahrzehnten riesige Streuobstflächen in ganz Europa verschwunden oder brach gefallen. Umso dringender ist es, die noch existierenden Bestände zu schützen und zu pflegen. Seit einigen Jahren sind im Warndt entsprechende Bemühungen zu verzeichnen. Pflege, Ernte und Vermarktung müssen organisiert sein. Der Warndt ist die zweite saarländische LEADER-Region, in der die ländliche Entwicklung gemäß der EU-Vorgaben gefördert werden soll. Der Erhalt und Fortbestand dieser natürlich anmutenden Kulturlandschaft soll nicht Selbstzweck oder ästhetisches Anliegen bleiben, sondern den Menschen in der Region auch wirtschaftlich zum Nutzen gereichen. |
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