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"Freiwilliges Ökologisches Jahr" im Biosphärenreservat Bliesgau/ TeilnehmerIn gesucht
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Umweltministerin Peter: Die Neuorientierung der saarländischen Umweltpolitik ist eingeleitet
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Am 30. November war es wieder so weit: die Lisdorfer Frischgemüse Handelsgesellschaft mbH, der Verein für Heimatkunde Lisdorf e.V. und die Landwirtschaftskammer des Saarlandes hatten anlässlich des Starts der Grünkohlsaison zum achten Mal zum Grünkohlessen in Lisdorf eingeladen. Der Ort des Geschehens - die Betriebshalle der Lisdorfer Frischgemüse - war einfach, aber stilvoll. Ab 11.00 Uhr nahmen über 450 Besucher an den dort aufgestellten Tischen Platz und warteten auf den kulinarischen Höhepunkt. Pünktlich um 12.30 Uhr wurde das Buffet eröffnet und eine lange und hungrige Schlange zog sich durch die Halle bis zur Essensausgabe hin. Was da gereicht wurde, sah nicht nur lecker aus, sondern schmeckte auch so: Grünkohl mit Rauchfleisch und Würsten.

Ein Gemüse, das es in sich hat

Wenn die Tage kürzer werden und die Saison für die meisten Gemüse vorbei ist, haben die Kohlgemüse ihren Auftritt - gerade zur rechten Zeit, um den zu erwartenden Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen in der Winterzeit zu kompensieren. Unter allen Kohlsorten ist der Grünkohl wohl der gehaltvollste; er kann alle wichtigen Inhaltsstoffe aufbieten: eine Portion Grünkohl deckt den Tagesbedarf an Vitamin C und enthält ebenso viel Kalzium wie zwei Gläser Milch. Nach Möhren ist Grünkohl der zweitstärkste Lieferant von Pro-Vitamin A und kaum ein Gemüse enthält mehr Vitamin E. Außer Vitamin B12 enthält Grünkohl den gesamten Vitamin B Komplex. Darüber hinaus hat Grünkohl von allen Kohlarten den höchsten Gehalt an ernährungsphysiologisch besonders wertvollem Eiweiß und an Kohlehydraten.



Lisdorfer Frischgemüse



Grünkohl wächst in Saarlouis auf ca. 2 ha

Seit 1993 wird in Lisdorf Grünkohl nach den bundesweit einheitlich geltenden Vorschriften des kontrolliert-integrierten Anbaus produziert. Die Tradition der Grünkohl-Kultivierung im Saarland ist allerdings länger. So wurde auch das Grünkohlessen als Saisonauftakt zwar erst vor acht Jahren wiederbelebt, aber bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte diese Veranstaltung zu den jährlichen Highlights im Erntekalender. Heute wächst Grünkohl in Saarlouis auf ca. 2 ha. Er bevorzugt feuchte, niederschlagsreiche Regionen und ist relativ genügsam im Vergleich zu anderen Kohlsorten. Die Aussaat erfolgt ab April bis Juni und von Oktober bis in den Winter kann dieses ausgesprochen gesunde Gemüse geerntet werden.

Grünkohl reagiert, wenn er bereits geerntet wurde, empfindlich auf höhere Temperaturen und fängt dann an zu welken. Er sollte in der Küche deshalb frisch und schnell verarbeitet werden. Man sollte Grünkohl nicht, wie früher üblich, stundenlang kochen, denn dadurch verliert er einen Großteil seiner wichtigen Inhaltsstoffe. Eine kurze Garzeit von 30 Minuten ist in der Regel ausreichend. Grünkohl sollte auch nicht vorgekocht und wieder aufgewärmt werden; die Vorratshaltung in der Tiefkühltruhe schadet dem Gemüse dagegen überhaupt nicht.



Der Hauptdarsteller



Nach dem Reden kommt das Essen

Der Veranstaltungsort des "8. Lisdorfer Grühnkohlessens", das Betriebsgebäude der Lisdorfer Frischgemüse, liegt etwas versteckt am Ortsausgang von Lisdorf in Richtung Picard. Das Wetter am 30. November war eher ungemütlich und trist. Umso gemütlicher wurde es dann ab 11.00 Uhr in der Halle. Viele Besucher kannten sich, andere waren von weit her angereist. Das fröhliche Stimmengewirr brach auch nicht ab, als zunächst Herr Morguet, Geschäftführer der LFG und danach Herr Groß, der Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, die anwesenden Gäste begrüßten. Ihre kurz gehaltenen Reden waren der hungrigen Erwartung der Gäste geschuldet und wurden mit Beifall honoriert. Als gebürtiger Lisdorfer wollte auch Georg Jungmann, Staatssekretär im Innenministerium, ein paar passende Worte zu den Anwesenden sprechen. Und schließlich beleuchtete Frau Müller-Schäfer (Landwirtschaftskammer) die ernährungsphysiologischen Vorzüge von Grünkohl.



Grünkohlessen



Während dieser guten Stunde einführender Worte verbreitete sich ein unsagbar delikater und Appetit anregender Duft in der Halle und einige Gäste rutschten unruhig auf den Bänken hin und her, bis endlich das Essen ausgegeben wurde. Spätestens jetzt kehrte genüssliche Ruhe ein und alle Anwesenden fühlten sich heimatlich vereint bei der gemeinsamen Gaumenfreude.




Grünkohl mit Koch- oder Mettwurst auf leichte Art

  • 1 ½ kg Grünkohl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Essl. Schmalz
  • 50g Speck
  • 2 Essl. Hafergrütze
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • 4 Koch-/Mettwürste

Grünkohlblätter von den Rippen lösen, gründlich waschen und in Salzwasser blanchieren. Nach dem Abseihen und Abtropfen grob hacken. Die Zwiebel grob würfeln und in heißem Fett und Speck anbraten. Den gehackten Grünkohl, die Hafergrütze und die Gewürze zugeben und ca. 30 Minuten schmoren. Abschmecken und eventuell etwas (saarländischen) Senf zufügen. Die Wurst kann im Grünkohl mitgegart werden. Etwas kalorienärmer wird die Mahlzeit, wenn die Mettwürste gesondert gegart werden und das dabei ausgelaufene Fett mit der Brühe entfernt werden kann.

Beilage: Salzkartoffeln




Grünkohl-Lasagne

  • 500g Grünkohl
  • 1 Zwiebel
  • 300g passierte Tomaten
  • 200g Sahne
  • 8 Lasagneplatten
  • 150g geriebener Bergkäse
  • Salz, Pfeffer, Thymian

Die Zwiebel in Olivenöl in einer Pfanne dünsten. Den geputzten, gewaschenen und geschnittenen Grünkohl dazugeben und weitere 15 Minuten dünsten. Eine gefettete Auflaufform mit dem Gemüse, den Lasagneplatten und dem Bergkäde schichtweise füllen, wobei mit Bergkäse der Abschluss erfolgen sollte. Die Tomaten und Sahne vermischen und mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken. Die Sauce über die Lasagne gießen, so dass sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt ist. Im vorgeheizten Backofen die Grünkohl-Lasagne 30-35 Minuten bei 220° C überbacken.
































































Andrang an der Essensausgabe






Grünkohlbroschüre (pdf 516 KB)
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